Das zweite Rennwochenende der Saison führte die RCH Talent Factory an den Vogelsbergring nach Wittgenborn – und es sollte ein Wochenende werden, das in Erinnerung bleibt.
Geschlossen.
Fokussiert.
Bei bestem Wetter und sommerlichen Temperaturen reiste das Team hochmotiviert an, baute gemeinsam das Fahrerlager auf und bereitete sich strukturiert auf die anstehenden Sessions vor. Unter der sportlichen Leitung von Teamchef und Trainer Marco Kroll präsentierte sich das Team geschlossen, fokussiert und klar organisiert – sowohl auf als auch neben der Strecke.
Mit am Start waren Leo Kroll, Leon Böhnlein und Milow Hölscher in der Pocket-Bike-Klasse sowie Finja Niehues, die erstmals in der Königsklasse auf einer Ohvale 190ccm antrat. Leonie Damnitz musste krankheitsbedingt leider pausieren.
Freitag setzt
den Ton.
Bereits am Freitag zeigte sich die Handschrift der Trainingsarbeit deutlich. In den Sessions ging es nicht nur um Rundenzeiten, sondern gezielt um Setup-Verständnis, Linienwahl und Rennintelligenz. Die Fahrer fanden zügig funktionierende Abstimmungen, arbeiteten strukturiert ihre Punkte ab und setzten die Vorgaben konsequent um. Die Unterstützung durch die Cases Riders Academy ergänzte diese Arbeit ideal und brachte zusätzliche Impulse in Technik und Fahrstil.
Besonders bemerkenswert war die Integration von Finja und ihrem Vater, die neu zum Team gestoßen sind und vom ersten Moment an nicht nur sportlich, sondern auch menschlich vollständig eingebunden wurden.
Der Samstag begann vielversprechend. Schon im ersten Training setzte Leo direkt ein Ausrufezeichen und fand sofort in seinen Rhythmus. Auch Leon präsentierte sich deutlich stabiler und konstanter, während Milow trotz seiner ersten Saison bereits mit solidem Speed überzeugen konnte. Finja zeigte bei ihrem Debüt eine bemerkenswerte Ruhe und setzte die zuvor besprochenen Inhalte sauber um.
Im Qualifying wurde es dann richtig eng. Leon Böhnlein überraschte das gesamte Feld und sicherte sich mit einer starken Runde einen hervorragenden dritten Startplatz. Leo hatte im dichten Verkehr zu kämpfen und kam nicht optimal durch, konnte sich aber dennoch auf Platz fünf einordnen. Milow startete aus Position elf in ein extrem dichtes Feld, in dem die ersten acht Fahrer lediglich rund eine Sekunde trennte. In der Ohvale-Klasse unterstrich Finja ihr Potenzial und fuhr trotz kleiner technischer Probleme auf einen starken zweiten Startplatz.
Vorbereitung
zahlt sich aus.
Im ersten Rennen der Pocket-Bike-Klasse zeigte sich, wie wichtig saubere Vorbereitung und klares Coaching sind. Leo setzte die zuvor besprochenen Startabläufe und Rennstrategien nahezu perfekt um, arbeitete sich unmittelbar nach dem Start nach vorne und übernahm mit präzisen, kontrollierten Manövern die Führung. Anschließend kontrollierte er das Rennen und baute seinen Vorsprung konsequent aus. Am Ende stand ein souveräner Sieg mit drei Sekunden Abstand.
Leon hatte im Startgetümmel zunächst Schwierigkeiten, verlor einige Positionen, fand jedoch im Rennverlauf zurück in seinen Rhythmus und kämpfte sich auf Platz sieben vor. Milow zeigte eine starke Leistung, arbeitete sich ausgehend von Startplatz elf nach vorne und fuhr mit Platz acht ein sehr respektables Ergebnis ein – insbesondere unter Berücksichtigung seiner noch jungen Rennpraxis.
Auch Finja knüpfte nahtlos daran an. Nach einem guten Start übernahm sie zwischenzeitlich sogar die Führung und setzte die taktischen Vorgaben konsequent um. In einem intensiven, aber fairen Duell musste sie die Spitze wieder abgeben, blieb jedoch bis zum Schluss dran und sicherte sich einen starken zweiten Platz.
Fokus.
Linie. Sieg.
Das zweite Rennen des Tages stellte noch einmal besondere Anforderungen an Konzentration und mentale Stärke. Im Vorstart herrschte gespannte Ruhe, jeder Fahrer war auf sich fokussiert. Mit dem Erlöschen der Ampel setzte Leo erneut exakt das um, was im Coaching besprochen wurde: maximaler Fokus, klare Linie und absolute Entschlossenheit bis zur ersten Kurve. Das Resultat war ein nahezu perfekter Start von Platz fünf direkt an die Spitze des Feldes.
Im weiteren Rennverlauf zeigte sich seine außergewöhnliche Entwicklung. Runde für Runde erhöhte er das Tempo, fuhr konstant schneller und unterbot als einziger Fahrer des gesamten Wochenendes die Marke von 1:04 Minuten. Mit einer Bestzeit von 1:03,86 und einem Vorsprung von neun Sekunden sicherte er sich seinen zweiten Sieg – eine Leistung, die insbesondere vor dem Hintergrund seines Alters von sechs Jahren und der deutlich älteren Konkurrenz hervorzuheben ist.
Leon zeigte im zweiten Rennen eine klare Reaktion auf den ersten Lauf. Deutlich entschlossener im Start, setzte er sich im Feld besser durch und bestätigte seine Entwicklung mit einem starken sechsten Platz. Milow sammelte erneut wichtige Rennkilometer, setzte die Trainingsinhalte um und baute weiter Erfahrung auf.
Für Finja entwickelte sich das zweite Rennen zu einer echten mentalen Prüfung. Nach einem abgewürgten Start fiel sie zunächst ans Ende des Feldes zurück. Doch genau hier zeigte sich die im Training vermittelte Einstellung: Ruhe bewahren, weiterarbeiten und jede Runde nutzen. Mit beeindruckender Konstanz arbeitete sie sich durch das Feld, verkürzte den Abstand zur Spitze kontinuierlich und fuhr am Ende erneut auf einen herausragenden zweiten Platz – bei erst ihrem dritten Einsatz auf der Ohvale.
Das Wochenende
in Zahlen.
Kroll
Doppelsieg. Im zweiten Lauf als Einziger unter 1:04 – Bestzeit 1:03,86. Neun Sekunden Vorsprung. Sechs Jahre alt, deutlich ältere Konkurrenz.
★ Tagesbestzeit 1:03,86Böhnlein
Qualifying-Überraschung: Startplatz drei. Im zweiten Rennen deutlich entschlossener und reaktionsstärker – klare Aufwärtsentwicklung im Saisonverlauf.
↑ Q · P3Hölscher
Von Startplatz elf nach vorne gearbeitet. Respektables Ergebnis in einem Feld auf einer Sekunde – erste Saison, wachsende Erfahrung Runde für Runde.
● Erste SaisonNiehues
Königsklassen-Debüt auf der Ohvale 190ccm. Zweimal Platz zwei – im zweiten Rennen nach abgewürgtem Start durch das komplette Feld zurückgekämpft. Erst dritter Einsatz auf der Maschine.
★ Königsklassen-DebütDie RCH Talent Factory hat in Wittgenborn eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur Talente fördert, sondern gezielt entwickelt – mit System, Überzeugung und einer klaren sportlichen Vision.
Mehr als
Ergebnisse.
Am Ende dieses Wochenendes steht nicht nur eine starke Ergebnisliste, sondern vor allem eine klar erkennbare Entwicklung innerhalb des gesamten Teams. Die Kombination aus strukturierter Trainingsarbeit, klarer Führung und gezieltem Coaching durch Teamchef Marco Kroll sowie der Unterstützung durch externe Expertise zeigt Wirkung – sowohl in den Ergebnissen als auch im Auftreten der Fahrer auf der Strecke.
Die RCH Talent Factory hat in Wittgenborn eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur Talente fördert, sondern gezielt entwickelt – mit System, Überzeugung und einer klaren sportlichen Vision.
funktioniert.
Wir liefern.










