Team RCH
Überzeugt in Faßberg
Fünf Fahrer, zwei Klassen – bei wechselhaftem Wetter liefert das Team des Rallye Club Haltern eine beeindruckende Gesamtleistung beim ADAC Pocket Bike Cup in Faßberg.
Beim Rennwochenende des ADAC Pocket Bike Cups in Faßberg präsentierte sich das Team des Rallye Club Haltern erneut in starker Form. Wechselhafte Wetterbedingungen, kurzfristige Entscheidungen und zahlreiche intensive Rennsituationen sorgten für ein anspruchsvolles Wochenende, bei dem Fahrer, Trainer und Mechaniker gleichermaßen gefordert wurden.
In der Ohvale-190-Klasse überzeugte Finja Niehues mit einer konstant starken Leistung. Bereits in beiden Qualifikationen sicherte sie sich jeweils den zweiten Startplatz. Im ersten Rennen bestätigte sie ihre starke Pace mit einem souveränen zweiten Platz.
Besonders turbulent wurde es vor dem zweiten Rennen: Kurz vor dem Start setzte Regen ein, woraufhin das Team zunächst auf Regenreifen wechselte. Wenige Minuten später trocknete die Strecke jedoch wieder ab, sodass unter enormem Zeitdruck erneut auf Slicks umgerüstet werden musste. Das gesamte Mechaniker- und Trainerteam arbeitete dabei hochkonzentriert Hand in Hand, um das Motorrad rechtzeitig fertigzustellen. Selbst in der Startaufstellung wurden noch letzte Anpassungen vorgenommen. Trotz der hektischen Bedingungen bewahrte Finja die Ruhe und fuhr erneut einen starken zweiten Platz ein.
Auch in der Pocket-Bike-Klasse zeigte das Team eine beeindruckende Gesamtleistung. Besonders Leo Kroll dominierte das gesamte Wochenende eindrucksvoll. Bereits im freien Training setzte er die Bestzeit, bevor er sich auch in beiden Qualifikationen souverän Startplatz eins sicherte. In beiden Rennen kontrollierte er das Geschehen an der Spitze und fuhr jeweils ungefährdete Siege ein.
Das erste Rennen entwickelte sich durch plötzlich einsetzenden Regen zu einem echten Krimi. Die Rennleitung musste zwischenzeitlich sogar die gelb-rot gestreifte Flagge zeigen, um auf die schwierigen Streckenbedingungen hinzuweisen. Trotz der ständig wechselnden Gripverhältnisse behielt Leo die Kontrolle und brachte das Rennen souverän nach Hause.
Leon Böhnlein zeigte ebenfalls ein herausragendes Wochenende. Nach Startplatz zwei in beiden Qualifikationen fuhr er im ersten Rennen mit Platz zwei sein bislang bestes Ergebnis im ADAC Pocket Bike Cup ein. Im zweiten Rennen verlor er nach dem Start zunächst einige Positionen, arbeitete sich jedoch mit einer starken Rennleistung wieder nach vorne und sicherte sich am Ende Platz drei.
Milow Hölscher bestätigte erneut seine starke Entwicklung als Rookie. Mit konstant schnellen Zeiten und einer kämpferischen Leistung fuhr er trotz eines Fehlers im zweiten Rennen zweimal auf einen starken neunten Platz und war damit erneut schnellster Neueinsteiger im Feld.
Auch Leonie Damnitz zeigte eine bemerkenswerte Entwicklung über das gesamte Wochenende hinweg. Trotz großer Nervösität steigerte sie sich kontinuierlich, sammelte wichtige Erfahrungen und verpasste die Top 10 jeweils nur knapp. Besonders positiv: In beiden Wertungsläufen konnte sie wichtige Meisterschaftspunkte sammeln.
„Ich bin extrem stolz auf alle Fahrerinnen und Fahrer, aber genauso auf das gesamte Team im Hintergrund. Die Mechaniker haben unter enormem Druck einen fantastischen Job gemacht – genau dieser Zusammenhalt bringt uns als Mannschaft Schritt für Schritt weiter.“
| Fahrer | Klasse | Start | R1 | R2 |
|---|---|---|---|---|
| Finja Niehues | Ohvale 190 | P2 | P2 | P2 |
| Leo Kroll | Pocket Bike | P1 | P1 | P1 |
| Leon Böhnlein | Pocket Bike | P2 | P2 | P3 |
| Milow Hölscher | Pocket Bike (Rookie) | – | P9 | P9 |
| Leonie Damnitz | Pocket Bike | – | – | – |
Neben den sportlichen Ergebnissen war vor allem die geschlossene Teamleistung ein entscheidender Faktor. Fahrer, Trainer, Mechaniker und Familien arbeiteten über das gesamte Wochenende hinweg eng zusammen. Gerade unter schwierigen Bedingungen zeigte sich einmal mehr der besondere Teamgeist innerhalb der RCH-Struktur.
Trainer Marco Kroll zog entsprechend ein positives Fazit: „Ich bin extrem stolz auf alle Fahrerinnen und Fahrer, aber genauso auf das gesamte Team im Hintergrund. Die Mechaniker haben unter enormem Druck einen fantastischen Job gemacht, die Eltern arbeiten gemeinsam fürs Team und nicht nur fürs eigene Kind. Genau dieser Zusammenhalt bringt uns als Mannschaft Schritt für Schritt weiter. Bei uns gibt es kein mein und dein – es gibt ein Team.“
Rallye Club Haltern







